Verordnungen

Allgemeine Informationen zu Verordnungen

Bestehen  Funktions- und Belastungs­ein­schrän­kungen und gibt es keine Gegen­anzeige für Sport und Trai­ning, können 50 / 90 oder 120 Übungs­ein­heiten gesund­heits­orien­tiertes Grup­pen­training ver­ordnet wer­den.In der Regel nimmt man 1 bis 2x wöchent­lich an den Gruppen­angeboten teil, die gesamte Verord­nung hat eine Gültigkeit von 18 Monaten. Der Gesetz­geber hat festgelegt ( § 43 SGB V in Verbindung mit§ 44 SGB IX ), dass die Kranken­kassen und Renten­versicherungs­träger [BfA, LVA] sogenannte ergänzende Leistungen zur Rehabili­tation unter­stützen müssen. Seit 01. Juli 2001 haben die Versicherten hierauf einen Rechts­anspruch.

Rehabilitations­sport kann von jedem Arzt verordnet werden und belastet sein Heil­mittel­budget nicht. Im Gegen­satz zur Ver­ord­nung von Heil­mitteln ist die Ver­ord­nung von Reha­bili­tations­sport nicht durch Richt­größen begrenzt.

Ablauf zum Erhalt einer Verordnung für eine Teilnahme ohne eigenen Beitrag

  1. Fest­stellung des Bedarfes durch einen Arzt
  2. Ausfüllen des Antra­ges auf Kosten­übernahme für Rehabilitations­sport und Funktions­training durch den Arzt (Muster 56)
  3. Geneh­migung des Antrages durch die Kranken­kasse (obli­gatorisch, Kran­ken­kas­sen können An­trag nicht ab­lehnen)
  4. Erhalt der Verordnung für Reha­bili­tations­sport

Umfang

Quelle: BRSNW

Der Arzt legt in seiner Verordnung fest, ob Rehasport ein- oder zweimal pro Woche durch­geführt werden sollte. Darüber hinaus legt er die Gesamt­anzahl der Übungs­einheiten sowie den Zei­traum fest, in dem die Übungen durch­geführt werden können.

Regel­fall: 50 Übungs­ein­heiten, in 18 Mo­naten (Renten­versicherungen 6 Mo­nate)

Herz­sport: 90 Übungs­ein­heiten in 24 Mo­naten (Kinder/Jugendl. 120 Einheiten in 24 Mo­naten)

Bestimmte Indi­kationen: 120 Übungs­einheiten in 36 Mo­naten

Übungen zur Stär­kung des Selbst­bewusst­seins (Mädchen/Frauen): 28 Übungs­ein­heiten

Dabei sollte der Sport soweit mög­lich jede Woche regel­mäßig durch­geführt werden, um einen maxi­malen Trainings­effekt zu erzielen. Eine unregel­mäßige Teil­nahme kann auch dazu führen, dass eine Folge­verord­nung nicht mehr durch den Kosten­träger genehmigt wird.